Das richtige Material fürs Schneidebrett: Welches ist empfehlenswert?

Von Stein bis Glas über Kunststoff und Holz: Küchenbretter gibt es in den verschiedensten Materialien, die alle ihre Vorteile besitzen und in spezifischen Anwendungsbereichen am geeignetsten sind. Generell gilt die Meinung, dass Kunststoffbretter hygienischer sind als Holzbretter, da sie meist spülmaschinengeeignet sind. Stimmt das wirklich? Und wie sieht es eigentlich mit Glasbrettern aus? Wir machen den Check und vergleichen alle Materialien miteinander.

Holzbretter – Natürliche Optik und optimale Haptik

Für Holzfans sind die natürlichen Schneidebretter aus Holz die bevorzugte Alternative. Das Naturmaterial bietet eine optimale Haptik und sieht aufgrund der Maserung auch sehr elegant aus, wodurch ein simples Holzschneidebrett zu einem dekorativen Blickfang werden kann (Siehe Bild: Schneidboard Eiche Premium). Auch sorgt es für Wärme, Behaglichkeit und ein traditionelles Feeling in der Küche.

schneidboard-eiche-premium_001mitDetail57c6d82d111a4Der Pflegeaufwand ist für Holzbretter jedoch ziemlich hoch: Nach jeder Verwendung muss das Brett mit heißem Wasser, Spülmittel und einem Schwamm gründlich gereinigt werden. Anschließend muss es unbedingt an der Luft ein paar Minuten komplett austrocknen, da feuchtes Holz ein hohes Potenzial für die Ausbreitung von Keimen bietet. Ein schneller Spülgang in der Maschine ist bei Holzbrettern nicht möglich, da hierbei Risse entstehen können und das Holz aufquillt. Aufgrund der händischen Reinigung entsteht der Nachteil, dass Holzbretter sich verfärben können. Insbesondere nach dem Schnippeln von Chilis, Roter Bete und Co. lassen sich auf Holz rötliche Verfärbungen feststellen. Dasselbe ist auch bei der Geruchsentwicklung festzustellen: Spülmaschinen entfernen nicht nur Verfärbungen sondern auch Gerüche effizienter, weswegen bei aromatischen Speisen Kunststoffbretter dann doch die bessere Wahl darstellen. Oft wird hieraus geschlussfolgert, dass Kunststoffbretter hygienischer sind – was allerdings nicht der Wahrheit entspricht: Egal ob Spülmaschine, Handwäsche, Holzbrett oder Kunststoffbrett – die Keimentwicklung ist auf allen Brettern relativ ähnlich und Kiefernholz punktet sogar mit der höchsten keimtötenden Wirkung, denn das Holz wirkt auf natürlicher Weise der Bakterienverbreitung entgegen.

Für Holzliebhaber ist ein Repertoire aus mindestens 3 Holzschneidebrettern eine optimale Wahl:

  1. Holzbrett für alle färbenden und/oder stark riechenden Lebensmittel
  2. Holzbrett für rohes Fleisch und/oder Fisch
  3. Holzbrett für Gemüse und Brot

Kunststoffbretter – schnelle und gründliche Reinigung

Schneidebretter aus Kunststoff lassen sich effizient in der Spülmaschine reinigen. Das sorgt dafür, dass sie deutlich unempfindlicher gegenüber Gerüchen und Verfärbungen sind. Und auch wenn man sie mit der Hand reinigt, bieten sie den praktischen Vorteil, dass man sie schnell abtrocknen und anschließend im Schrank lagern kann ohne eine Keimbildung zu befürchten. Nässe schadet Kunststoff generell nicht, weswegen diese Bretter besonders geeignet sind für das Schneiden von Obst und anderen Lebensmitteln, wie z.B. Tomaten, aus denen Flüssigkeiten austreten können. So verzeichnen Kunststoffbretter in Bezug auf den niedrigeren Pflegeaufwand einen Pluspunkt gegenüber Holzbrettern. Auch im Anschaffungspreis liegen Kunststoffschneidebrettern meist unter den Holzschneidebrettern. Ein Nachteil, den die preiswerteren Kunststoffbretter mit sich bringen: Die Messer werden nach der Zeit stumpf und können nicht mehr verwendet werden. Damit die Messer nicht zu sehr leiden, sollten somit nicht ausschließlich Kunststoffbretter verwendet werden. Für stark riechende Lebensmittel bieten sich allerdings die Schneidebretter aus Kunststoff auf jeden Fall an, da Gerüche nach dem heißen Spülmaschinenwaschvorgang nicht mehr festsitzen und so nicht auf andere Speisen übertragen werden können.

Schneidebretter aus Glas oder Stein – elegant aber stumpf?

Zwar sind Glas- und Steinbretter mindestens ebenso hygienisch wie Kunststoffbretter und sehen zudem auch noch besonders elegant und schick aus, allerdings sind die beiden Materialien für die regelmäßige Anwendung in der Küche kaum geeignet. Da sowohl Stein als auch Glas härter sind als Messerklingen, lassen sie Küchenmesser schnell stumpf werden. Infolgedessen müssen die Klingen öfter geschärft werden, was zu einem höheren Verschleiß führt. Wollen Sie Ihre Messer schonen und lange etwas von ihnen haben, bietet es sich an, nur auf Kunststoff- und Holzbretter zu setzen. Insbesondere die traditionellen Holzbretter schonen die Messerklingen, da Klingen härter sind als Holz.

Fazit: Kombinieren Sie Kunststoff und Holz!

two-in-one-nussbaum-2697-5500Generell sind die traditionellen Holzschneidebretter mit ihrer natürlichen antibakteriellen Wirkung eine gute Wahl. Hiervon sollten Sie am besten zwei bis drei Stück zu Hause haben. Ergänzen können Sie Ihr Sortiment durch ein bis zwei Kunststoffbretter, die sich vor allem für aromatische Lebensmittel anbieten. Oder wählen Sie ein Two-in-One-Schneidebrett mit einer Kombination aus Kunststoffbrett und Holzbrett (Angebote hier) – diese Investition lohnt sich garantiert und wenn Sie auf die richtige Pflege und Reinigung achten, sind beide Materialien eine gute Wahl!

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